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Deutschland und Myanmar: Bilaterale Beziehungen

21.10.2019 - Artikel

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Birma (seit 1989: Myanmar) waren bis Ende der 1980er Jahre wesentlich getragen vom starken entwicklungspolitischen Engagement der Bundesrepublik Deutschland. Nach der blutigen Niederschlagung von Demonstrationen durch das Militär im Jahr 1988 wurde die Zusammenarbeit mit Myanmar weitgehend eingestellt.

Myanmar wurde in der Vergangenheit wiederholt durch Maßnahmen der Humanitären Hilfe bzw. der Nothilfe unterstützt (z.B. nach dem Wirbelsturm Nargis 2008 sowie schweren Überflutungen im Sommer 2015).

Im Sommer 2012 wurde die staatliche Entwicklungszusammenarbeit wieder aufgenommen. Bundespräsident Gauck hat am 10. Februar 2014 anlässlich seines Besuchs in Myanmar eine Schuldenerlass- und Umschuldungsvereinbarung unterzeichnet. Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt „nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung“ unterstützt Vorhaben in den Bereichen Klein- und Mittelbetriebsfinanzierung, der Berufsbildung sowie zur allgemeinen Wirtschaftsförderung. Deutschland ist nach Japan zweitgrößter ausländischer Geber.

Außerdem sind fünf politische Stiftungen (Hanns-Seidel-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Konrad- Adenauer-Stiftung, Heinrich- Böll-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung), kirchliche Träger und Nichtregierungsorganisationen vor Ort tätig.

Ein Schwerpunkt der kulturellen Zusammenarbeit liegt in der Wissenschaftskooperation, vorwiegend über Stipendienprogramme.

Sichtbarstes Aushängeschild der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik ist das Goethe-Institut in Rangun, das nun repräsentativ in einem komplett restaurierten und renovierten historischen Gebäude untergebracht ist.

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